Neulich bei Hearthstone

Ich möchte jetzt keine große negative Spielkritik über Blizzards Hearthstone loslassen. Im Gegenteil: Ich finde dieses Online-Kartenspiel hat großen Suchtfaktor und damit Wiederspielwert, wobei der Spaß auch nicht zu gering ausfällt. Aber stellenweise gibt es in Matchs einfach Momente, in denen man sich nur fragt bzw. gar nicht mehr fragt, sondern vor lauter Staunen nur noch die Kinlade runtergeht, der Mund dadurch sperrangelweit offen ist und man so vor dem PC sitzt. Im Folgenden ebenso eine Fall.

Beschriebene Spielszene

Krieger gegen Paladin – soweit nichts besonderes. Allerdings hat der Paladin gerade einen „Schildmeista von Sen'jin“ mit achtzehn (18) Angriff und Leben. In meinem halben Delirium hab ich es sogar noch geschafft irgendwie auf die Druck-Taste zu kommen und somit einen Screenshot zu machen (wenn man schon hinschaut: man beachte den Darstellungsfehler beim Fertig-Button). Schaut man sich die Karte genauer an, sieht man welche Wucht an Zaubern der Schildmeister erhalten hat: Ursprünglich „nur“ 5 Leben, bekam er 4 zusätzliche durch zwei Zauberkarten. Anschließend wird das Leben von eben diesem noch verdoppelt, auf die besagten 18. Als wäre das nicht schon ein harter Brocken, werden die Lebenspunkte durch einen weiteren Zauber den Angriffspunkten gleichgesetzt. Das kann eigentlich nur mein Ende bedeuten.

Persönlich frage ich mich da, wie man gegen so etwas ankommen soll – ich meine, die kurze Antwort heißt: In diesem Moment gar nicht. Einzig der Gurubashi Berserker kann in solchen „Angriffsligen“ mithalten. Allerdings muss dieser dazu erst einmal Schaden erleiden, was ggf. mehrere Runden dauert. Zudem wird er durch das verminderte Leben wiederum leichter zu einem Angriffspunkt. Deshalb muss man ihn zum Beispiel per Spott schützen. In Summe ist also meiner bescheidenen Meinung nach schon ein wenig mehr Können und Abwägen nötig. Die beschriebene Technik des Paladins ist jedoch durchaus ausgefuchst, keine Frage.

Ein letzter Punkt bringt mich aber noch mehr ins Grübeln: Eigentlich wäre es möglich ein Paladindeck nur mit Zauberkarten aufzustellen und dennoch zu gewinnen. Denn der Schildmeista ist nämlich auch nur per Zauber von mir übernommen worden… Was man also gegen so etwas machen kann? Möglichst früh angreifen, wobei man viel Schaden produziert, sodass die große Zauberkarten-Combo mangels Kristallen gar nicht erst möglich wird bzw. er noch nicht alle nötigen Karten beisammen hat. Das mag aber bestimmt nicht immer funktionieren.

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